Meine Eindrücke als zukünftige Absolventin der Wirtschaftsinformatik zu Social Media Recruiting

E-Recruiting als Prozess der Personalbeschaffung nimmt stark an Bedeutung zu. Dank der Digitalisierung ist die Suche nach einem geeigneten Kandidat schneller und effektiver geworden. Nicht nur die Unternehmens-Webseiten und Online-Stellenbörsen, sondern auch die Sozialen Netzwerke haben eine hohe Beliebtheit bei Recruitern. In diesem Blogpost möchte ich Dir die Personalbeschaffung mit Hilfe von Social Media Plattformen vorstellen und dabei auf meine Erfahrungen mit dieser Art des Recruiting eingehen.

Was ist eigentlich Social Media Recruiting?

Mit zunehmender Entwicklung der digitalen Welt haben sich viele Unternehmen dazu entschieden, potenzielle Kandidaten im Internet zu suchen. Dafür nutzen diese verschiedene Kanäle und unter anderem auch Social Media Plattformen. Unter dem Begriff „Social Media Recruiting“ ist die Personalgewinnung durch Social Media Plattformen wie Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter, YouTube und Instagram zu verstehen. Die wichtigste Charakteristik der Personalbeschaffung auf diese Art, ist die schnelle Findung der Kandidaten. Daraus lässt sich schließen, dass es nicht mehr ausreichend ist nur eine Stellenanzeigen auf der eigenen Homepage zu veröffentlichen.

Aktuelle Trends des Social Media Recruiting

Laut einer Umfrage zu dem Einsatz von Recruiting-Maßnahmen in verschiedenen Social-Media-Kanälen haben im Jahr 2017 etwa 55% der befragten Unternehmen aus Deutschland die Plattform Xing für die Personalbeschaffung genutzt. Nicht nur über Xing, sondern auch über andere Social Media Plattformen werden potenzielle Kandidaten in Deutschland angesprochen. Dabei ist es nicht relevant, ob die Kandidaten bereits angestellt sind, oder nicht. Recruiter interessieren sich für die Fähigkeiten und Erfahrungen der Kandidaten, die diese auf ihren Profilen veröffentlicht haben. Durch attraktive Arbeitsstellen versuchen die Recruiter das Interesse der Kandidaten zu wecken. Xing und LinkedIn sind primär für diese Art der Personalbeschaffung geeignet, aber auch andere Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter werden immer mehr für diese Zwecke benutzt.

Für die Karriere im Ausland, ist ein LinkedIn Profil sehr hilfreich. Dies bestätigt die Anzahl der registrierten Nutzer von LinkedIn im Jahr 2018, die in den USA bei 143 Millionen liegt.

Meine Erfahrung mit Social Media Recruiting

Wie viele Studenten, nutze ich verschiedene Social Media Plattformen auf Tagesbasis. Für meine allererste Suche nach einem Mini Job, habe ich Online-Stellenbörsen genutzt. Aus meiner Sicht waren diese sehr gut für eine aktive Jobsuche geeignet. Heutzutage ist die Suche nach passender Arbeitsstelle so einfach wie nie. Unternehmen investieren viel mehr Zeit und Geld, um sich im Internet zu präsentieren. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Jobsuchende sollten sich selbst auch auf verschiedenen Online Plattformen präsentieren. Durch Erstellung von persönlichen Profilen mit detaillierter Beschreibung der Berufserfahrung des Kandidaten, werden die Interessen der Recruiter geweckt.

Aus meiner Erfahrung ist ein Profil auf Xing und LinkedIn notwendig, falls Bedarf nach neuen Herausforderungen besteht. Als zukünftige Absolventin der Wirtschaftsinformatik werde ich ständig über diese zwei Plattformen von Recruitern angesprochen. Über Xing habe ich jedoch mehr Jobangebote bekommen als über LinkedIn. Normalerweise handelt es sich bei Angeboten, die ich über Xing bekomme, um verschiedene studentische Tätigkeiten. Seriösere Stellenangebote, wie feste Anstellung bei größeren Unternehmen, bekam ich über LinkedIn. Ist die Kontaktaufnahme eines Recruiters erfolgreich zustande gekommen, so ist der weitere Aufwand für den Bewerbungsprozess in der Regel sehr gering. Meistens soll nur eine Kopie des Lebenslaufs weitergeleitet werden. Der Recruiter leitet anschließend den Lebenslauf an passende Unternehmen weiter und vereinbart einen Vorstellungstermin.

Es ist immer mehr die Rede davon, dass die Personalbeschaffung auch über andere Social Media Kanäle erfolgt. Dies kann ich nicht bestätigen, da ich weder über Facebook, noch über Instagram von einem Recruiter angesprochen wurde.

Autor: Natalina Radosevic

Quellen:

H. B. Rath & S. Salmen. Recruiting  im  Social  Web:  Talentmanagement  2.0    So  begeistern Sie Netzwerker fur Ihr Mitmach-Unternehmen! 1. Auflage. Gottingen: Business-Village, 2012, S.36

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