Preisstrategie Dynamic Pricing – Urlaub günstig wie nie!

Du weißt nicht genau was man unter dem Begriff Dynamic Pricing versteht? Kein Problem! Dieser Blog soll dir zeigen, was du unter dem Begriff verstehen kannst und wird dir nützliche Tipps und Tricks aufzeigen, wie du die dynamische Preisgestaltung umgehen kannst.

Dynamic Pricing  – Was ist das? Und wie soll das funktionieren?

Es ist uns oftmals nicht klar, dass wir täglich dem Dynamic Pricing ausgesetzt sind. Der Sommer steht vor der Tür. Man möchte gerne in den Urlaub fahren und vergleicht verschiedene Anbieter, doch siehe da: Die Preise schwanken ständig. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein paar Euro sondern um Schwankungen von über 100%. Die Preise ändern sich je nach Tageszeit, Wochentag oder nach Endgeräten.  Unternehmen passen die Preise an den aktuellen Marktbedarf an. Außerdem müssen sie eine geeignete Preisakzeptanzschwelle finden. Das bedeutet, den höchstmöglichen Preis zu finden welchen die Kunden bereit sind zu zahlen. Durch das Dynamic Pricing können Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Beim Dynamic Pricing werden die Preise in Echtzeit angepasst. Ziel ist es, flexibel auf den aktuellen Marktbedarf zu reagieren. Die Unternehmen versuchen, die Kaufbereitschaft der Kunden zu analysieren. Selbstlernende Algorithmen werten  Daten aus der Vergangenheit und Gegenwart aus. In dieser Auswertung werden Faktoren wie zum Beispiel Wettbewerbspreise und Bewertungen betrachtet. Sogar das Wetter kann eine Rolle spielen. Wir brauchen hier eine Menge von Daten, diese müssen ausgewertet werden. Dies kann man durch Cloud Computing vereinfachen. Doch bergen hier Risiken. Weitere Informationen zu dem Thema Sicherheit im Cloud Computing erfahrt ihr hier.

Welche Unternehmen nutzen Dynamic Pricing?

Fluganbieter

Schon länger verfolgen Fluggesellschaften die dynamische Preisstrategie. Das Ziel ist es, alle Tickets zu verkaufen und so den maximalen Gewinn einzufahren. Jeder Flug hat seinen optimalen Bestellzeitpunkt. Der Anbieter plant strategisch. Die ersten Tickets, die verkauft werden, dienen dazu die Kosten abzudecken. Tickets sind erst mal sehr teuer, gedacht sind diese für Kunden, die Reise buchen um einen Geschäftstermin einzuhalten oder an Fristen gebunden sind.

Die Wochen vor Flugbeginn buchen erfahrungsgemäß weniger Fluggäste, in diesem Zeitraum versuchen die Fluggesellschaften die Tickets noch günstig loszuwerden um die Kapazitäten des Flugzeugs möglichst gut auszunutzen.

Hotellerie

Wusstest du, dass „Airbnb“ auch die dynamische Preisgestaltung nutzt? So zahlt man an Tagen, an denen Großveranstaltungen geplant sind, mehr. Die Preise der Wohnungen werden durch ein Tool angepasst, das versucht, die optimalen Preise zu finden. Das Tool heißt „Aerosolve“, mit diesem werden die Preise ständig neu angepasst. Kriterien hierbei sind zum Beispiel die Art und Größe wie auch die Bewertungen für die Unterkunft. Das System berechnet die Preise und schlägt diese dem Anbieter vor. Dieser kann den Preis annehmen, erhöhen oder auch heruntersetzen.  Danach werden die Wahrscheinlichkeiten berechnet, dass diese Unterkunft für den vorgeschlagenen Preis vermietet wird.

Online-Handel

Amazon verfolgt länger die Strategie des Dynamischen Preismanagements. Hier ändern sich die Preise nicht nur tagesabhängig sondern auch stündlich.  „Marktcheck “  bestätigte, dass die Preise um 240% schwanken und das innerhalb von wenigen Stunden. Falls du günstig shoppen willst, lohnt es sich auch über Werbebanner die gewünschte Seite aufzurufen. Auf diese Weise kann man den Preis noch mal um 30% nach unten drücken. Es ist nicht sinnvoll Produkte über iOS Endgeräte aufzurufen, da man so immer höhere Preise angezeigt bekommt als mit einem anderen Betriebssystem. Die Online-Händler gehen davon aus, dass wer über ein solches Betriebssystem zugreift, auch mehr bereit ist zu zahlen. Auch Flixbus wirbt auf seiner Website mit den dynamischen Preisen.

Welche Faktoren bestimmen die Preise?

  • Konkurrenz: Hier werden die Mitbewerber geprüft. Dies geschieht durch Algorithmen, welche die Preise der Konkurrenz analysieren. Sie lesen die Preise in bestimmten Zeitintervallen aus und geben so die Grundlage auf der ein Unternehmen die Entscheidung treffen muss, welchen Preis sie anbieten.
  • Nachfrage: Die Nachfrage nach einem Produkt bei der Konkurrenz wird verglichen. Ist diese hoch kann man davon ausgehen, dass der Lagerbestand bei der Konkurrenz sinken. So kann man selbst einen höheren Preis ansetzen.
  • Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Anzahl der Klicks. Diese können die Preise steigen lassen. Umso häufiger du eine Website anklickst, umso schlechter. Die Unternehmen gehen davon aus, dass du das Produkt dringend brauchst und bereit bist, einen höheren Preis zu zahlen.
  • Tageszeit: Du kennst das bestimmt, du schaust im Frühling nach einer Winterjacke und sie ist  reduziert und plötzlich ist sie im Winter wieder für den Normalpreis im Laden. Dies ist dem Dynamic Pricing zu verdanken. Preise schwanken je nach der Nachfrage. Nicht nur saisonal, sondern auch täglich oder stündlich.  Doch wie machen Unternehmen das? Sie messen den Zugriff auf ihre Website. Dieser variiert durch zum Beispiel Arbeitszeiten oder am Wochenende. Wenn das System eine erhöhte Anzahl an Zugriffen feststellt, werden die Preise automatisch angepasst.
  • Endgeräte: Hier gibt es deutliche Unterschiede: So zahlen Mac-User einen höheren Preis. Auch ist zu unterscheiden, ob man per Smartphone zugreift oder einen PC nutzt.
  • Standort: Die Standortfunktion des Endgeräts wird hierbei abgerufen. Dies ist weil Preise in der Stadt und auf dem Land unterschiedlich sind. Sowie zwischen verschiedenen Ländern.

Strategien

  • Segmented Pricing: Unternehmen stellen verschiedene Produkte her, die sich von ihrer Qualität und Preis unterscheiden. So sprechen sie verschiedene Kundengruppen an
  • Peak Pricing:  Beim Peak Pricing werden die Preise der Nachfrage angepasst. Zu Zeitpunkten an denen eine Maximale Nachfrage herrscht, werden die Preise erhöht.
  • Time-based Pricing:  Die Preise werden der Tageszeit angepasst. So sind Zugtickets während der Arbeitszeiten teurer als während dem Feierabend.
  • Penetration Pricing: Dies wird bei neu eingeführten Produkten verwendet. Die Preise werden niedrig angesetzt um die Akzeptanzschwelle der Kunden zu erkunden.
  • Changing Conditions: Die Preise werden direkt an die schwankende Kundennachfrage angepasst.

Tipps & Tricks – Sparfüchse aufgepasst!

Es gibt ein paar einfache Tipps wie du dich vor dem Dynamic Pricing schützen kannst.

  • Versuche die Preise auf verschiedenen Portalen zu vergleichen.
  • Lösche deine Cookies regelmäßig.
  • Vergleiche die Preise von unterschiedlichen Endgeräten.
  • Kaufe nichts mit iOS Endgeräten.
  • Versuche über den Laptop oder PC einzukaufen.
  • Gehe nicht direkt auf die gewünschte Seite sondern rufe sie erst in einer Suchmaschine auf.

Fazit

Wenn man die oben genannten Tipps beachtet kann man  einiges an Geld sparen. Zusätzlich ist es Vorteilhaft immer bei demselben Händler zu kaufen um sich Rabatte und Aktionen zu sichern. Trotz allen Tipps die es gibt gehört  eine bisschen Glück dazu. Noch ist das Dynamic Pricing nicht transparent genug um die Handlungsweisen der Händler nach zu vollziehen. Laut  der freien Marktwirtschaft ist diese ständige Preisänderung rechtsgültig. Allerdings befindet sich die Datenerhebung in der Grauzone. Diese müssen anonym gespeichert werden. Doch ist das bei dem Dynamic Pricing nicht immer ganz eindeutig ob das wirklich so geschieht.

Wie findest du das Dynamic Pricing? Hast du weitere Tipps? Oder Erfahrungen damit gemacht? Lass doch einfach dein Kommentar da!

Quellen

Umsatzhebel Dynamic Pricing

Preise basierend auf der Wertschätzung des Kunden

Wie funktionieren Preise im Einzelhandel

Verbraucher sind verwirrt

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Eine Antwort zu “Preisstrategie Dynamic Pricing – Urlaub günstig wie nie!

  1. Ein schöner Blog-Beitrag zur Vielfalt der Geschäftsmodelle in der Welt. Im Grunde ist die Welt voller Chancen, und wir müssen sie nur nutzen. Je mehr Werbung uns auf allen Kanälen den Tag verdirbt, dest mehr zählt für viele Verbraucher nicht die weichgespülte Kaufemotion, sondern ein richtig gutes Angebot zu einem erstaunlich guten Preis.

    An der Stelle können dynamische Preise sicherlich Ihren Beitrag leisten – und sei es nur um herauszufinden, wie stark sich die Käuferschar über die Zeit vergrößert oder verkleinert, wenn man die Preise senkt oder anhebt. Probieren geht über Studieren…

    bedenken sollte man aus meiner Sicht, dass man – wenn man nicht gerade wie Amazon täglich von Millionen Kunden überrannt wird – immer auch eine erhebliche Zeit braucht, bis sich ein gutes Angebot herumspricht.

    Viele Grüße,

    Martin Bernhardt
    http://www.dynamic-applications.com

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