BEACONS – THE NEXT BIG THING?

Ein Gastbeitrag von Holger Hartmann.

Ein Buzzword, das in letzter Zeit immer mal wieder auftaucht, ist der Begriff „Beacon“. Aber was ist das? „Beacon“ oder der eigentlich korrekte Markenname „iBeacon“ ist ursprünglich ein von Apple Inc. eingeführter Standard für Navigation in geschlossenen Räumen. Das ganze basiert auf einem Sender-Empfänger-Prinzip und ist mittlerweile in jedem aktuellen Smartphone oder Tablet als Bluetooth-Standard (basierend auf Bluetooth Low Energy) integriert.

Das Wort „Beacon“ an sich bedeutet im Deutschen nichts anderes als „Leuchtfeuer oder Signalstation“ – was im übertragenen Sinne auch genau seine Aufgabe ist. Die kleinen „Beacons“ (Sender) werden im Raum verteilt und senden permanent Signale an ihre Umgebung ab. Diese gestreuten Signale sind sehr kleine und einfache Daten. Sie beinhalten lediglich Informationen zu sich selbst und dienen daher nur zur Bestimmung der eigenen Identität. Ein Smartphone, Tablet oder ähnliche Empfänger können diese Daten mit entsprechender Software (App) entschlüsseln. Dabei wird der Sender und dessen Signalstärke gemessen und in eine der vier Kategorien unterteilt: Unknown (unbekannt), Immediate (bis 50 cm), Near (bis 2 m) oder Far (bis 30 m). Sind mind. drei Beacons in Reichweite des Endgerätes kann somit in einem zweidimensionalen Raum die Position des Empfängers ermittelt werden – und das bis auf ein paar Zentimeter genau. Und das macht das ganze Thema erst so richtig spannend: Abgesehen von Navigationshilfen in geschlossenen Räumen eröffnen sich auf einmal ganz neue Möglichkeiten, dem User gezielte Informationen an die Hand zu geben. Und diese sind am besten noch an aktuelle Umwelteinflüsse wie z.B. das Wetter gekoppelt: „Morgen werden es 30° Celsius – hast Du schon unsere neuen Sonnenbrillenkollektion gesehen? Gleich links im nächsten Regal zu finden…“. Aber auch für den stationären Einzelhandel würden hier Off- und Onlinewelt stärker zusammenfließen können. Zusatzinformationen wie Videos oder downloadbare Broschüren sind denkbar. Oder auch eine direkte Kommunikation mit dem Hersteller vor Ort: „Du bist schon 3 Mal hier stehen geblieben… Du hast Fragen zum Produkt?… Hier mit dem nächsten Mitarbeiter chatten“. Alles in allem also unendlich viele Möglichkeiten, die sich hier ergeben.

Aber wollen wir das als Endkunde wirklich? An jeder Ecke mit gezielter Werbung bombardiert zu werden? Und was ist eigentlich mit dem Thema Datenschutz? Wollen wir, dass unser Kaufverhalten aufgezeichnet und analysiert wird – und wir damit noch gläserner werden?

Als Enduser kann ich zwar immer noch entscheiden, ob ich diese spezielle App am Ende des Tages auch wirklich installieren will – dennoch können hier Freud und Leid eng beieinander liegen.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/IBeacon
Beitragsbild „Red beacon“ von Hubert Figuière. Lizenz: CC BY-SA 2.0
Weiterführende Links: http://www.estimote.com/

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3 Antworten zu “BEACONS – THE NEXT BIG THING?

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