Ab in die Cloud?

„Ab in die Cloud“ – wer kennt ihn nicht, den Werbespot von Microsoft? Nun gut, der Werbespot ist auch schon an die fünf Jahre alt, aber seitdem ist das Nutzen einer Cloud auf dem Vormarsch. Die großen Cloud-Anbieter, wie Google Drive oder Dropbox, verzeichnen steigende Nutzerzahlen. Doch wie jede neue Technik, bringt auch die Cloud Vor- und Nachteile mit sich:

Warum ich die Cloud nutzen sollte

„Was kostet das?“ – das ist wohl die erste Frage, die Ihr euch sicherlich bei der Anschaffung oder Benutzung neuer Technik stellt. Dabei schweben Euch horrende Beträge durch die Köpfe. Tatsächlich sind die Kosten für die Benutzung eines Cloud-Dienstes alles andere als hoch, ja es lassen sich sogar, gerade für Unternehmen, Kosten einsparen. Auf dropbox.com bezahlen Unternehmen aktuell ab 5 Nutzern 12 € pro Monat, wobei pro Benutzer 1 TB Speicherplatz zur Verfügung steht. Würde mehr Speicherplatz benötigt werden, so kann dieser leicht dazugekauft werden. Bei Cloud-Diensten bezahlt Ihr daher Euren angemieteten Speicherplatz zu relativ festen Konditionen. Die aufkommenden Kosten sind kalkulierbar und verschaffen gerade Unternehmen eine klare Übersicht über die Ein- und Ausgaben. Ebenfalls entfallen die Kosten für den Aufbau einer (unternehmens)eigenen Serverstruktur, da alle Daten auf den Server der Cloud-Dienste gespeichert werden. Gerade für kleine Unternehmen ist diese Lösung ideal, da die hohen Kosten für den Kauf und die Wartung eigener Server entfallen und anderweitig verwendet werden können. „Und was, wenn ein Unternehmen mehrere Standort unterhält?“. Mit der Nutzung eines Cloud-Dienstes ist dies kein Problem. Während früher Daten über große Umwege zu den einzelnen Standorten gebracht werden mussten, werden sie nun einfach in die Cloud hochgeladen und alle Standorte haben Zugriff auf diese. Der Zugriff auf einen Cloud-Dienst erfolgt schnell und von überall, d. h. auch von Mobilgeräten oder von unterwegs könnt Ihr oder die Mitarbeiter eines Unternehmens, unter Verwendung der Zugangsdaten, auf die entsprechende Cloud zugreifen. Dabei verwendet Ihr alle, unabhängig von eurer eigenen Software, die gleiche Version der Cloud-Software und könnt die gespeicherten Daten z. B. parallel bearbeiten. Die Technik der Cloud-Dienste ist immer auf dem neusten Stand, um den Dienst Euch Nutzern relativ ausfallsicher anbieten zu können. Der Anbieter eines Cloud-Dienstes ist auch angehalten, seine Technik immer auf dem neusten Stand zu halten und regelmäßig zu warten, da er nun das Risiko des Datenverlustes trägt und dafür haftbar gemacht werden kann. Der Austausch der Hardware/Software auf Seiten der Nutzer ist allzeit möglich, ohne mit der Verwendung der Cloud Probleme zu bekommen, d. h. wenn euer Smartphone defekt ist, könnt Ihr ganz einfach mit einem neuen Smartphone auf eure Daten zugreifen. Wenn in einem Unternehmen z. B. ein Computer ausfällt, sind die gespeicherten Daten nicht automatisch alle unwiederbringlich verloren. Die Daten sind in der Cloud gespeichert und können mit einem neuen Computer sofort weiter bearbeitet werden. In Zeiten des Umweltschutzes spielt der Energieverbrauch der Unternehmen eine große Rolle. Unternehmen besitzen meist einen eigenen Serverraum, der gekühlt werden muss. Mit Hilfe der Cloud entfallen diese Serverräume, sodass es nur noch einen großen Serverraum des Cloud-Anbieters gibt, der Kühlung benötigt. Dies ist umweltschonender und auch kostengünstiger, als wenn mehrere kleinere Serverräume gekühlt werden müssten.

Warum ich die Cloud nicht nutzen sollte

Leider bringt eine Cloud auch Nachteile mit sich, wie die Abhängigkeit vom jeweiligen Cloud-Anbieter. Bei Fragen oder Problemen müsst Ihr euch eventuell mit einem schlechten Kundenservice auseinandersetzen. Auch wird es problematisch, wenn der Anbieter z. B. Insolvenz beantragen muss. In diesem Fall ist die Frage offen, was mit euren gespeicherten Daten geschieht. Wenn Ihr euch vorher jedoch für einen anderen Anbieter entschieden habt, kann es zu Problemen beim Umzug der Daten kommen, da dies noch nicht, wie z.B. bei einem Bankwechsel, nach gewissen Richtlinie verläuft. Für die Nutzung eines Cloud-Dienstes wird eine zuverlässige Internetverbindung vorausgesetzt. Auch für ausreichend Bandbreite sollte gesorgt sein. Gerade in ländlichen Gegenden ist dies jedoch nicht immer gewährleistet, sodass sich die Benutzung einer Cloud als schwierig erweisen wird. Durch die Nutzung eines Cloud-Dienstes sind die Mitarbeiter, die sich um die Wartung der Server eines Unternehmens kümmern, überflüssig geworden. Die Arbeitsverträge mit diesen Mitarbeitern werden gekündigt oder die Mitarbeiter müssen umgeschult werden. Die IT-Abteilung eines Unternehmens wird demnach verkleinert oder ganz aufgelöst. Natürlich ist dies aus Unternehmenssicht vorteilhaft, da Personalkosten eingespart werden können. Auf Arbeitnehmer wirkt sich dies jedoch nachteilig aus, da sie um ihre Arbeitsplätze bangen müssen. Dies kann auch für Euch problematisch werden, wenn Ihr einen Beruf in der IT-Sparte eines Unternehmens bekommen wollt. Sicherheit und Datenschutz sind aktuell ein großes Thema. Zum Einen können eure Daten bei ungesicherter Übertragung vom (Unternehmens)Computer auf den Cloud-Server abgefangen werden, zum Anderen können die Daten auf den Cloud-Servern gestohlen werden. Steht der Server im Ausland, gelten dort wiederum andere Datenschutzrichtlinien, die Ihr nicht außer Acht lassen solltet.

Fazit

Grundsätzlich muss jeder selbst entscheiden, ob er einen Cloud-Dienst nutzen möchte. Vielleicht hilft Euch dieser Blogeintrag bei der Entscheidung. Ich selbst nutze Cloud-Dienste, wie Dropbox und Google Drive. Allerdings habe ich persönliche Daten, wie Fotos, Bankunterlagen, etc. nicht auf einem Cloud-Server gespeichert, da mir das zu unsicher ist. Wie ist das bei Euch? Nutzt Ihr einen Cloud-Dienst? Ja oder Nein? Und warum habt Ihr Euch dafür/dagegen entschieden? Ich würde mich über Eure Antworten freuen.

Quelle Beitragsbild: Cloud erstellt mit Paint.

Quellen:

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