Cloud Computing – ein Trend, den wir alle kennen?

In der IT-Branche wird immer wieder von dem Trend Cloud Computing, Rechnen in der Wolke, gesprochen und viele von uns nutzen es auch alltäglich, wie z. B. Facebook, Gmail, Dropbox und viele weitere Dienste. Doch wissen wir alle was Cloud Computing wirklich ist und was dahinter steckt? Mit dieser Frage habe ich mich beschäftigt und möchte meine herausgearbeiteten Ergebnisse dazu mit dir teilen.

Historischer Überblick

Der amerikanische Informatiker und Internetpionier, J.C.R. Licklider, hatte in den 1960er Jahren ein Konzept über das „intergalaktische Computernetzwerk“ veröffentlicht. Seine Idee war es, dass jeder weltweit, Informationen von überall abrufen kann. Die Idee „Computer-Services, die als öffentlicher Dienst bereitgestellt werden“ wurde 1961 vom US-amerikanischen Informatiker und Experten für künstliche Intelligenz, John McCarthy, vorgestellt. Die Konzepte dieser beiden Experten bilden die Grundlage für das heutige Cloud Computing. Mit der Entstehung des Internets in den 1990er Jahren, begannen Unternehmen das Internet kommerziell zu nutzen. 1995 wurden beispielsweise eBay und Amazon gegründet, die heute eine der bekanntesten Online-Anbieter geworden sind. Das erste Unternehmen, das Anwendungen und Programme erstmals über das Internet angeboten hatte, war allerdings Salesforce.com im Jahr 1999.

Was ist eigentlich Cloud Computing?

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Darstellung des Cloud Computing

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass das Internet in vielen Diagrammen und Zeichnungen in der IT-Branche in Form einer Wolke dargestellt wird. Das bedeutet, dass das Internet als Computer genutzt wird, in dem die Daten nicht auf dem lokalen Rechner abgespeichert werden, sondern auf mehreren Servern. Diese werden von Serverbetreiber (Cloud-Anbieter) den Kunden zur Verfügung gestellt. Als Beispiel dazu: Die Plattform des Unternehmens Dropbox wird von dem Cloud-Anbieter Amazon Web Services (AWS) bereitgestellt. Für Dropbox bedeutet das, dass Kosten im Bereich des Aufbaus der eigenen Infrastruktur, Räumlichkeiten für die Server und Wartungen eingespart werden können. Für die Endnutzer von Diensten wie Dropbox, Facebook, Flickr etc. bedeutet das, dass keine Software heruntergeladen werden muss, die die Rechnerleistung oder den Speicherplatz des eigenen Rechners belastet. Für gewöhnlich müssen sich Nutzer kostenlos anmelden, um die Dienste zu nutzen. Ziel des Cloud Computings ist, dass jeder über unterschiedliche (mobile) Endgeräte auf Dienste, Dokumente oder anderen Medien zugreifen kann, sofern eine Verbindung zum Internet besteht. Durch die Definition der National Institute of Standards and Technology (NIST), die US-amerikanischen Standardisierungsstelle kann dies verdeutlicht werden:

„Cloud Computing ist ein Modell, das es erlaubt bei Bedarf, jederzeit und überall bequem über ein Netz auf einen geteilten Pool von konfigurierbaren Rechnerressourcen (z. B. Netze, Server, Speichersysteme, Anwendungen und Dienste) zuzugreifen, die schnell und mit minimalem Managementaufwand oder geringer Serviceprovider-Interaktion zur Verfügung gestellt werden können.“

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit die Cloud zu nutzen. Dies betrifft häufig Firmen, die die Cloud ausschließlich für firmeninterne Zwecke nutzen möchten. Hierfür wird die sogenannte Private Cloud verwendet, die ich in einem neuen Abschnitt genauer erklären werde.

Welche Modelle gibt es in der Cloud?

In Cloud Computing werden vier wesentliche Bereitstellungsmodelle unterschieden. Diese sind wie folgt:

  1. Private Cloud: Sowohl Anbieter als auch Benutzer sind in diesem Fall der selben Institution angehörig. Mit Hilfe eines firmeninternen Intranets (oder VPN) können Angestellte in einem Unternehmen oder autorisierte Personen, wie z. B. Kunden, auf die Ressourcen zugreifen. Dies wird von den Unternehmen meistens aus Sicherheitsgründen bevorzugt, denn sie kontrollieren und betreiben die Cloud eigenständig. Als Beispiel hierfür gibt es das ownCloud.
  2. Public Cloud: Diese Cloud ist öffentlich und für Privatpersonen und Unternehmen via Internet zugänglich. Der Service wird von einem externen Cloud-Anbieter zur Verfügung gestellt. Die Anwender greifen in der Regel über Web-Portale auf die Ressourcen zu. Google Docs und Webmailer-Services sind beispielsweise Public Cloud Angebote.
  3. Community Cloud: Die Community Cloud ist eine besondere Cloud, die nicht öffentlich ist und in der Regel von mehreren Institutionen genutzt werden kann, um eventuell auf Daten eines gemeinsamen Projekts zugreifen zu können. Die Cloud kann entweder von eines der Institutionen selber oder von einem Dritten betrieben werden.
  4. Hybrid Cloud: Eine Mischung aus Public Cloud und Private Cloud wird als Hybrid Cloud bezeichnet.

Die Servicemodelle der Cloud

Neben den Bereitstellungsmodellen gibt es drei verschiedene Servicemodelle im Cloud Computing:

  1. Infrastructure as a Service (IaaS)
  2. Platform as a Service (PaaS)
  3. Software as a Service (SaaS)

Diese werden demnächst in einem Blogeintrag von meinem Studienkollegen, , im Einzelnen genauer beschrieben.

Fazit

Der Trend des Cloud Computing wächst von Zeit zu Zeit rapide an und immer mehr Unternehmen und Privatpersonen zeigen Interesse. Ich selber nutze Dropbox, Gmail, Google Docs und viele weitere Dienste, die mir den Alltag manchmal auch erleichtern können. Den Vorteil der Cloud, den ich gerne nutze ist, dass ich meinen Rechner nicht immer in der Nähe haben muss, um auf Dokumente zuzugreifen. Mir reicht eine einfache Internetverbindung.

Wie ist es mit dir? Welche Dienste sind dir bekannt und welche nutzt du eventuell auch? Teile uns deine Meinung zu diesem Thema über einen Kommentar mit.

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2 Antworten zu “Cloud Computing – ein Trend, den wir alle kennen?

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